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Archive for Juni 2009

Unter dem Titel „Informationskompetenz in Zeiten des Web 2.0: Chancen und Herausforderungen im Umgang mit Social Software“ ¹ veröffentlichten acht Studenten/innen und Mitarbeiter/innen der Abteilung für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf einen Artikel, der die Notwendigkeit zur Erlangung von Informationskompetenz unter der veränderten Situation von erweiterten Informationsangeboten wie Social Software an Beispielen verdeutlicht.
Web 2.0 wird an praktischen Einsatzmöglichkeiten in der Wissenschaft, in Bibliotheken und im E-Learning vorgestellt, wobei hier überwiegend die zahlreich vorliegende Literatur Erwähnung fand.
Daran schließt sich eine Studie zum Informationsverhalten von über 1000 Studenten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an. Folgende Aussagen der Studie sind mir besonders aufgefallen:

Im Bibliotheksbereich sind allgemeine und fachspezifische Datenbanken
vielfach unbekannt oder werden nur selten/nie genutzt.

Die Bibliothek im Allgemeinen bzw. die klassische Buchausleihe und der elektronische Bibliothekskatalog sind hingegen – anders als die erweiterten Bibliotheksangebote – wesentlicher Bestandteil der Studenten-Recherche.

… dass sich die Altersklassen von 18 bis 24 (welcher über 60 Prozent unserer Befragten angehören), eher auf die passive Nutzung von Web 2.0-Diensten beschränken und es eher die 30- bis 45-Jährigen sind, die sich der Bereitstellung von Inhalten über soziale Dienste widmen.

Bei der Qualitätseinschätzung verfügbarer Informationsangebote
liegt die Bibliothek deutlich vorne. Sie wird, zusammen mit den weniger
stark genutzten Fachdatenbanken, von den meisten Studenten klar als zuverlässigste Informationsquelle genannt.

Ferner lässt sich erkennen, dass, zumindest teilweise, versucht wird dem starken Einsatz des Internets durch Verbote entgegen zu wirken. So wurde fast der Hälfte der befragten Studenten bereits einmal Wikipedia als Recherchemittel untersagt und auch Google oder das Internet allgemein wurde einem Teil bereits für den Einsatz im Studium verboten.

68 Prozent der Studenten sehen zumindest teilweise Probleme in der zunehmenden Internetnutzung zur Informationsbeschaffung.

Diese kurzen, aber doch aussagekräftigen Ergebnisse, die durch zahlreiche Grafiken ergänzt werden, lassen erkennen, dass Bibliotheken recht gut abschneiden können bei der Informationsvermittlung und -versorgung aus der Sichtweise ihrer Benutzer. Was bedeuten sollte, dass Bibliotheken ihren Bekanntheits- und Attrakivitätsgrad unter Einbeziehung neuer Dienste und Dienstleistungen nur steigern können.
Um Kompetenzen vermitteln zu können, muss man sich diese zunächst selbst aneignen.
¹  Der Beitrag wurde in der Zeitschrift Information Wissenschaft und Praxis, Heft 3,     2009 veröffentlicht.

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Seit vielen Jahren habe ich wieder an einem Bibliothekartag teilgenommen. Dieses Jahr in Erfurt. Es war ein toller Kongress mit einem vielfältigen Programm. Leider waren einige Veranstaltungen zu gut besucht, so dass man sich spontan anders entscheiden musste.  Besonders beeindruckt war ich von der Zukuftswerkstatt mit ihren kurzen Vorträgen neuen Anwendungen und Bibliothek 2.0. Die Filme, bzw. Präsentationen werden über die Seite der Zukunftswerkstatt als Links angeboten.

Bei den Firmenpräsentationen konnte ich viele Kontakte knüpfen und wiederbeleben.

Bei der Abschlussveranstaltung „Bibliotheken sind Bildungseinrichtungen“ – Bibliotheken im Visier der Politik war durch das Thema und die Besetzung des Podiums keine kontroverse Diskussion zu erwarten, diese fand dann auch nicht statt. Schade!

Ein Highlight für mich war eine Stadtbesichtigung mit einer historischen Straßenbahn. Während der Fahrt konnte ich fotografieren, die Ergebnisse können bei flickr angesehen werden.

Auch von dieser Stelle ein großes Dankeschön an das Organisationsteam und alle Helfer, die im Vorder- und Hintergrund zum Gelingen der Veranstaltung aktiv waren.

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