Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for November 2009

Was die Schweizer Wählerinnen und Wähler am 29. November 2009 mit ihrem Abstimmungsergebnis von 57,5% für ein Verbot des Baus weiterer Minarette an islamischen Gebetshäusern geleistet haben, ist wirklich der Hammer. Sie haben die Faust in der Tasche geöffnet und einem Druck nachgegeben der nicht dem Ansinnen einer aufgeklärten Gesellschaft entspricht.

Viele Schweizer leben im Ausland. Man stelle sich vor, sie werden an der Ausübung ihres Glaubens gehindert, was vielleicht auch schon vorgekommen sein mag. Wie fühlen sie sich dabei? Diese Frage haben die Allerwenigsten bei der gestrigen Abstimmung  nicht bedacht. Schade!

Unsere Gesellschaft wird tagtäglich mit Informationen überschwemmt, ein reichliches Angebot zur ausgewogenen Meinungsbildung und doch können Populisten mit einfachen PLAKATativen Argumenten und Statements á la BILD und BLICK die Mehrheit für sich einnehmen. Ein trauriges Stück Gegenwart.

Man wünschte sich Bert Brecht herbei, daraus ein Lehrstück zu machen, oder Urs Widmer. Aber wer lernte dann etwas daraus?

Advertisements

Read Full Post »

Ständig ist es irgendwo zu vernehmen, dass die großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage wegen Umsatzrückgang klagen und den freien Journalismus des Internet beschuldigen daran eine Mitschuld zu haben. Heute ist im Freitag mit der Überschrift Öffentlichkeit 2.0  ein Dossier von Jakob Augstein zu finden, der auf der einen Seite aufzeigt wie viel zum Beispiel beim Axel Springer Verlag verdient wird und dann anführt welche Erklärungen und Appelle für den Erhalt des status quo der Öffentlichkeit 1.0 verabschiedet wurden. Diese sind nicht in erster Linie für etwas, sondern sprechen sich gegen z.B. Google, ARD und ZDF, etc. aus. Und dann noch das Internet-Manifest der Blogger gegen Alle (ha-ha!).
Die Vorstellung dass zukünftig Journalisten und Blogger zusammenarbeiten müssten ist irgendwie nicht nachvollziehbar. Denn schließlich sind Journalisten schon längst Blogger und umgekehrt. Eben nur nicht immer für die Verlage tätig.

Wenn der Burda Verlag das Fragen-Antwort-Portal Lycos IQ übernimmt -> jetzt COSMIQ, dann fragt man sich, was geht da ab? Als angemeldeter Nutzer merkte ich dies erst nachdem die Zensur zugeschlagen hatte. (Ich durfte eine Frage über mögliche Gründe warum sich eine Schwangerschaft nicht einstellt, nicht beantworten. Die Frage wurde verbannt.) Ich meldete mich prompt ab und bat um eine Kündigungsbestätigung auf die ich noch heute warte.

Der nächste Coup von Burda heisst Xing. Dort wurde der Verlag zu 25% Eigentümer. Ob ich mich auch dort bald abmelde?

Ich weiss nicht, ob das Klagen dieser Verlagshäuser noch lange mit ihrem Geschäftsgebahren des immer größer werden wollens Schritt halten kann. Staatliche Schutzrechte und Bestandsgarantien für deren Produkte sollten für solche Unternehmen ausgeschlossen sein.

Read Full Post »

Gestern zur Mittagszeit klingelte das Telefon, was äußerst selten vorkommt. Zunächst hatte ich den Namen des Anrufers nicht richtig verstanden. Nachdem ich nachfragte, stellte sich dieser als Michael Schaarwächter von der UB Dortmund und Organisator der bibliothekarischen Diskussionsliste Inetbib sowie der Inetbib-Tagungen vor. Ich kannte ihn von der 10. Inetbib-Tagung in Würzburg.

Er habe meinen Weblog-Eintrag über soziale Netzwerke und Digital Natives gelesen und fragte mich, ob ich an der nächsten Inetbib-Tagung in Zürich bei einer Podiumsdiskussion, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt, teilnehmen möchte. Ich könne auf dem Podium den Part des kritischen Anwenders vertreten.
Natürlich war ich einverstanden daran teilzunehmen, schließlich habe ich mir vorgenommen, mich für die Tagung anzumelden. Und außerdem möchte ich unbedingt Zürich kennen lernen.

Copyright: Zürich Tourismus/Manuel Bauer

Über den Anruf habe ich mich sehr gefreut und sehe mit großer Vorfreude der Tagung im April und der Stadt Zürich entgegen.

Read Full Post »

Über Spreeblick bin ich auf dieses (einmalige) „Magazin“ gestoßen:

Ausgewählte Texte der deutschen Blogosphäre.

Ein Kommentator merkte dann auch ganz süffisant an:

…. mal das Internet ausdrucken und auf Papier im Bett lesen.

Das Magazin ist ansprechend gestaltet, nur leider ist die Seitenanordnung etwas unglücklich. Denn, die sich gegenüberliegenden Seiten wurden durch deren Anordnung auseinander gebracht.

Aber wo führt das hin, wenn das Internet jetzt auch noch printable aufbereitet wird? 😉

Read Full Post »