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Archive for Januar 2010

„Die Stasi war eine Organisation wie Google“

via Interview mit US-Soziologe Sennett: „Die Stasi war eine Organisation wie Google“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.

In der letzten Woche hatte der Spiegel bereits ein Titelthema zu Google. Und am Donnerstag legte die Zeit nach.

Diese Hysterie gegenüber Google kann ich nicht verstehen: Nicht zuletzt durch die Medien wurde der Konzern zu dem was er jetzt darstellt. Als kleines Unternehmen ist man mit einer neuen Suchmaschinen-Technologie im September 1998 online gegangen. Und ganz schnell waren ganz viele davon begeistert, so dass bald das Adjektiv „googeln“ in unserem alltäglichen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken war.
Zu Googles Suchmaschine gab es schon immer Alternativen und diese gibt es auch noch heute. Nur die Bequemlichkeit des Menschen ist auch gleichzeitig seine Trägheit und so verlässt er sich auf den einen Anbieter. Google hat das geschickt ausgenutzt und Werbung auf seinen Seiten plaziert, die ihn rasch zu einer Größe an der Börse machten. Schnell und immer schneller kamen andere Anwendungen dazu und (fast) jeder war und ist begeistert. Außer neuerdings die Medienkonzerne, vorwiegend Printmedien, nicht mehr, denn sie sehen sich plötzlich in Kokurrenz zum Suchmaschinen-Giganten, da ihnen die Anzeigekunden und Abonnenten abhanden kommen. Viele Internetnutzer verlassen sich auf die von z.B Google News angebotenen Nachrichten.

Und jetzt, da man kalte Füße bekommen hat, ist man zu der Überzeugung gekommen das zuvor so geliebte Kind als den Teufel schlechthin darzustellen.
In dem hier zitierten Interview mit dem Soziologen Richard Sennett stecken viele Wahrheiten und begründete Ängste, doch der Aufmacher kommt in übelster BILD-Manier daher. Man könnte auch übertiteln können: „Soziologe Sennett äußert sich kritisch zu Google und Facebook“. Aber die aus dem Zusammenhang gerissenen plakativen Zitate geben scheinbar mehr her.

Wollen die Printmedien (Tages- und Wochenzeitungen, Magazine) weiterhin ernsthaft wahrgenommen werden, dann sollten sie sich etwas mehr um Ausgewogenheit bemühen. In der Zeit spricht Susanne Gaschke gar vom Google-Wahn. Vielleicht hätte man etwas früher darüber aufklären sollen, welche Gefahren hinter bestimmten Anwendungen versteckt sein können und wieso man sich diesen gegenüber kritisch verhalten sollte.

Google ist alleine durch unsere Begeisterung für seine Produkte und gleichzeitig wegen unserer Gleichgültigkeit gegenüber Alternativen so groß und mächtig geworden. Die Hilferufe aus den Medien wirken putzig und lächerlich.

Und nebenbei bemerkt: (Fast) Alle verlinken, wenn es um Bücher und Rezensionen geht auf die Seiten von Amazon. Das wird/kann bald zur Folge haben, dass eben jene sich über den Niedergang des heimischen Buchhandels beklagen wollen.

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Am Freitag (08.01.2010) Abend fand im Kurfürtstlichen Schloss zu Mainz die erste Sitzung des GCV Schnorreswackler statt.

Finale der 1. GCV-Sitzung 2010 im Kurfürstlichen Schloss Mainz

Und diese war überragend. Ein tolles Programm das in etwa 5 1/2 Stunden voll gepackt war mit kurzweiligen Darbietungen. Selbst Vorträge, die 40 Minuten andauerten, kamen mir keineswegs zu lang vor. Zwei Sitzungen werde ich in dieser Kampagne noch besuchen, aber diese werden bei weitem nicht an das Programm des GCV heranreichen können.
Erstaunlich mit welchem Aufwand an Ideenfindung, Probenarbeit, Kulissenbau und  überraschenden Einfällen und Requisiten das Programm gespickt war. Da können einige die gerne professionel im Fernsehprogramm daher kommen, wie z.B. der Sender RTL mit einer neuen Verdummungsstaffel von DSDS (Deutschland sucht den Superstar) einpacken. Dass man ein Großmaul wie Dieter Bohlen überhaupt noch in die Öffentlichkeit lässt, ist eine Frechheit. Hier werden vor allem die Möchtegern-Stars und natürlich die Zuschauer verdummt. Unter diesen sind nicht zuletzt sehr viele Kinder. Und diesen so etwas zuzumuten sollte eigentlich von Elternseite unterbunden werden.
Aber solche Sendestaffeln finden immer noch, vielleicht sogar immer mehr Zuspruch, und das lässt doch schon nachdenklich werden über das Niveau auf dem sich viele bewegen.

Die Fastnacht, Fassenacht, Fasnet, der Karneval, die bundesweit oft belächelt und nicht ernst genommen werden, haben hier doch einiges mehr an Kreativität zu bieten auch wenn nicht immer alle Beiträge ein hohes Niveau bieten können.
Also rein in die Säle und zu den Umzügen auf die Gass!
Allen, die sich vom Narrenvirus infizieren lassen, wünsche ich viel Spaß dabei. Und überhaupt, an welchen Gott kann man jetzt noch glauben, wenn nicht an Gott Jokus?

HELAU! HELAU! HELAU!

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Eine etwas andere Liebeserklärung an das Ruhrgebiet, die europäische Kulturhauptstadt-Region 2010 / Von Jürgen Lodemann

via Kulturhauptstadt Ruhrgebiet: Bloß nicht auf Metropole machen! – Nachrichten welt_print – Kultur – WELT ONLINE.

Quelle: http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/

Dieser sehr lesenswerte Beitrag des Schriftstellers Jürgen Lodemann macht Lust auf das Ruhrgebiet mit seiner kulturellen und ethnischen Vielfalt und der geballten Ansammlung von Städten zu einer 5 Millionen-Metropole im Westen Deutschlands.

Für die Region Ruhr ist es eine große Chance sich neben den deutschen Millionen-Metropolen Berlin, München, Hamburg, Köln (fällt leider etwas ab) und anderen regionalen Schwergewichten wie etwa Rhein/Main zu zeigen, was es zu zeigen gibt. Hier gibt es nicht nur Stadien, Theater, Konzert-Arenen, sondern auch Museen, Erholung im Grünen (gutes Radwegenetz, Schrebergärten, etc.) und Menschen, Menschen, Menschen. Mal nicht nur als ehemaliges Stahl- und Kohlerevier, sondern als (er-)lebenswerten Lebensraum wahrgenommen zu werden, ist besonders in diesem Jahr möglich. Der Stellenwert dieses Veranstaltungsjahres ist gleichzusetzen mit der Expo 2000 in Hannover. Vielleicht nicht so international, bestimmt aber so vielfältig.

Glück auf!

Ich hoffe, ich finde den Weg zum kulturellen Zentrum Deutschlands 2010.
Und eins kann ich mir nicht verkneifen: Egal ob Schalke oder Dortmund deutscher Fupballmeister 2009/10 wird, Hauptsache nicht die Bayern.

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