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Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

Das war eine tolle Verweigerungsaktion dieser Partei: Die Linke
Toll, alle Chancen auf eine Kooperation mit den anderen demokratischen Parteien im Deutschen Bundestag  verspielt.

Ich wünsche ihr eine, ihrer Größe angemessene, neue kleine DDR mir erfolgreicher Überwachung ihrer Mitglieder und allen Wohlgesonnenen durch eine neu StaSI.

Wer als Wähler jetzt (noch) nicht verstanden hat, welchen rückwärtsgewandten Ideologien diese Partei immer noch aufsitzt, ignoriert unsere Demokratie.

Alle, aus der von Der Linken bestellten Mitglieder der Bundesversammlung, die ja bekanntermaßen in den ersten beiden Wahlgängen ihrer Kanditatin Luc Jochimsen ihre Stimme gaben, und sie Herrn Gauck (selbst noch im dritten Wahlgang durch Enthaltung) verweigerten, sind weiterhin Befürworter alter, nicht überwundener totalitärer Systeme á la DDR.

Das ist nicht auf die Kanditatin Frau Jochimsen bezogen, sondern alleine auf dieses engstirnig, verbohrte Verhalten einiger Betonköpfe und nicht zuletzt der Parteiführung.

So funktioniert Demokratie schlecht.

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Liveblog zur Präsidentenwahl

viaLiveblog zur Präsidentenwahl: Kanzlerin schwört Schwarz-Gelb auf Wulff ein – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.

Parallel zum Liveblog bei Spiegel Online diskutieren die Spiegel-Leser? (bin ich aber gar nicht) bei Facebook mit.
Soviel gesammelten Schwachsinn habe ich selten in solch kurzer Zeit gelesen.
Z. B.: Seb Schmelzer schaut mal bei http://www.myminiheads.de vorbei, da bekommt Ihr eine Mini Figur von Euch ganz nach Euren individuellen Wünschen!

Für mich ganz klar: die negativen Auswirkungen des Web 2.0 machen sich hier breit.

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Der vom Hessischen Verwaltungsschulverband HVSV durchgeführte Vorbereitungslehrgang auf die Fortbildungsprüfung Fachwirt-/in für INFORMATIONSDIENSTE soll im August 2010 neu beginnen. Vorausgesetzt es finden sich mindestens 12 TeilnehmerInnen. Auf eine Ausschreibung in der UB Mainz hat sich neben mir noch ein/e KollegIn beworben. Beide erfüllten wir die Voraussetzungen nicht: Er/sie wegen fehlender Berufspraxis. Fünf Jahre nach Abschluss der Ausbildung zum FaMI sind Voraussetzung.
Ich, da ich lediglich in Befristung bis zum Jahresende angestellt bin und nicht die Minimalvoraussetzung einer halben unbefristeten Stelle erfülle.

Dass so wenige KollegInnen Interesse an der Weiterqualifizierung zum Fachwirt zeigen, enttäuscht mich sehr. Scheinbar gibt sich man/frau schon zufrieden mit einer halbwegs gut bezahlten und scheinbar sicheren Arbeitsstelle.

Die Ausbildung zum Fachwirt ist neu und keinesfalls unumstritten, wie eine Diskussion beim Berufsverband BIB deutlich macht.
Die Idee hinter dem Vorhaben „Fachwirt“ war, dem „mittleren Dienst“, also den Fachangestellten (FaMIs) die Chance zu einer berufsbegleitenden Höherqualifizierung zu bieten. Nur was man nach 2 1/2 Jahren Vorbereitung, 640 Unterrichtsstunden und der sich anschließenden Prüfung mit diesem Abschluss anfangen kann, ist noch nicht so recht klar.

Ich wäre, allen Unwägbarkeiten zum Trotz, diese berufliche Verbesserung angegangen. In der Hoffnung, mich dann auf Stellen bewerben zu können, die mir jetzt im öffentlichen Dienst nicht zugänglich sind.

Nachdem ich seit 1 1/2 Jahren in eben diesem öffentlichen Dienst arbeite, kann ich ein sehr ernüchterndes Fazit ziehen:

Es besteht trotz Engagement, Einsatzbereitschaft und permanenter fachlicher Weiterbildung, nicht die Chance auf eine angemessene Stelle, auch nicht in Teilzeitbeschäftigung.
Da helfen auch die „guten Ratschläge“ von Kurt Beck nichts mehr.

Für mich heißt es, die Hoffnung nicht aufgeben, auch wenn ich zu allen Bewerbungen der letzten Monate direkte schriftliche Absagen, ohne die Chance mich in einem Bewerbungsgespräch persönlich vorstellen zu können, erhalten habe.
Sobald es Neuigkeiten hierzu gibt werde ich diese hier mitteilen.
Noch bleiben mir sechs Monate und 28 Tage Zeit.

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So ist ein Beitrag von Josef Haslinger in der Welt vom 13. März 2010 überschrieben. Er berichtet aus eigenen Erfahrungen seiner Kindheit in katholischen Klosterschulen. Der Umgang mit pädophilen Lehrern und die Züchtigung der Schüler war an der Tagesordnung. Die Probleme, damit umzugehen, nicht darüber reden zu können, aber auch die Strategie die sich daraus entwickeln kann, jemanden damit in der Hand zu haben, erpressen zu können.
In den frühen achtiger Jahren hat er eine Erzählung mit dem Titel „Die plötzlichen Geschenke des Himmels“ darüber geschrieben. Die allerdings, wie er erklärt von der selbst erlebten Realität abweicht, lediglich seine Erfahrungen sind darin verarbeitet. Ansonsten ist es reine Fiktion.

Haslingers Beitrag zur jetzigen Zeit kann sehr hilfreich sein. Sein Hauptanliegen ist es neben dem Schutz der Kinder, den Tätern zu helfen, damit es in Zukunft nicht mehr zu solchen Handlungen kommt und möglichst keine Opfer mehr geben muss. Nicht nur das Verurteilen und Strafen bringt weiter, sondern der richtige Umgang mit Pädophilen in Schulen, Internaten und kirchlichen Einrichtung, aber auch Sportvereinen, etc. ist wichtig. Vorbeugend für Abhilfe zu sorgen muss das Ziel sein.

Und hier ein Zitat aus seinem Artikel:

Es liegt mir daran, in einem Moment, in dem alle Welt sich plötzlich über solche Vorgänge entrüstet, als hätten sie keine Tradition, nicht nur über die Verstörung, sondern über alle Gefühle Auskunft zu geben. Gefühle, die man gehabt hat, sollte man im Nachhinein nicht einfach zugunsten einer moralischen Entrüstung abschütteln, als hätte es sie nicht gegeben. Es war nicht nur eine Last, ein solches Geheimnis zu haben, es war auch etwas Besonderes.

Es sollte sich jetzt eine Diskussion anschließen, die weiterführt. Erfahrungen, wie die von Josef Haslinger u.a. müssen bei der Aufbereitung herangezogen werden um Wiederholungen vermeiden zu können und einen fairen Umgang mit den Beteiligten zu ermöglichen.

Da Josef Haslinger in diesem Jahr Stadtschreiber von Mainz  ist, wünsche ich mir auch hier eine Diskussion mit ihm. Im Bistum Mainz gab es in der Vergangenheit ebenfalls Fälle von sexuellen Handlungen an und mit Schülern, also auch hier (Er-)Klärungsbedarf.

Dass der Beitrag, den die Welt abdruckte in deren Redaktion  Diskussionen ausgelöst hat, kann ich verstehen und finde es richtig und gut, dass die Skeptiker eine Veröffentlichung nicht verhindern konnten.

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Erinnerungen an sexuellen Missbrauch

viaOpernregisseur Calixto Bieitos: Erinnerungen an sexuellen Missbrauch | Frankfurter Rundschau – Feuilleton.

Immer dann wenn sexueller Missbrauch in Verbindung mit Schulen, vornehmlich katholischen Internaten steht, geht ein Aufschrei durch die Medien und die Bevölkerung. Was aber genau ist „sexueller Missbrauch“? Es ist eine unter Strafe gestellte sexuelle Handlung an Menschen. Diese drückt sich besonders durch die Tatsache aus, dass ein Machtgefälle zwischen Täter und Opfer besteht und dieses ausgenutzt wird. In den häufigsten Fällen sind Schutzbefohlende (Schüler, Auszubildende, Kinder, Untergebene, Schwächere) die Opfer.
So wie es Herr Calixto Bieitos aus seinen Erfahrungen beschrieben hat, ist eher von sexueller Nötigung auszugehen. Denn es gibt Unterschiede und auch das Alter spielt dabei eine Rolle.

  • Bei Kindern unter 10 Jahren wird man noch kein starkes Interesse am Veränderungen des eigenen Körpers vermuten. Bei allen sexuellen Übergriffen auf diese Personengruppe wirkt die psychische Verstörung und der Ekel vor dem Geschehenen am längsten nach.
  • Sind die Kinder älter (Pubertät, Teenager) kann ein anderes Interesse am eigenen Körper vorausgesetzt werden. In solchen Fällen ist nicht selten von einverständlichen sexuellen Handlungen auszugehen, die aber deshalb nicht minder schwer zu verurteilen sind. Obwohl hier das Opfer sich nicht in jedem Fall in einer Opferrolle sieht. Es ist eine Unterscheidung gegenüber dem Handeln an jüngeren Opfern zu erkennen.
  • Eine nächste Differenz tritt dann auf, wenn von wissentlichem Einverständnis („ich habe es gewollt“) auszugehen ist. Dennoch liegt hier ein strukturelles Machtgefälle zwischen Erwachsenem und Minderjährigem vor, auch wenn dies von Befürworter der Pädosexualität bestritten wird.
  • Zudem gibt es, und das wird am häufigsten der Fall sein, dass jemand gegen seinen Willen missbraucht wird  und das in unterschiedlichen Auswüchsen von Tätlichkeiten. Von der körperlichen Berührung bis zur Vergewaltigung.

Alle diese Varianten sind abscheulich und gehen immer vom Täter aus, nicht selten unter Androhung oder Ausübung von Gewalt.

Viele Opfer, die heute Erwachsene sind, hatten selbst Erfahrungen mit einer der  hier dargestellten Abstufungenen des „sexuellen Missbrauchs“ während ihrer Kindheit oder als Jugendliche. Das muss sich nicht immer in Abhängigkeitsverhältnissen wie in Schule, Internat, Familie, etc. abgespielt haben. Sehr oft, und dies ist scheinbar nicht wirklich einer großen Öffenlichkeit bekannt, geschieht dies im Verborgenen, wobei dann ältere Jugendliche, junge Erwachsene, Bekannte, Nachbarn die Verursacher des Handelns sind.

Würde jede geschehene Missbrauchs-Handlung öffentlich, dann würde hier eine enorme Dunkelziffer ans Licht gebracht. Aber dies geschieht dann nicht, wenn es für die „Opfer“ nicht (mehr) relevant ist, d.h. wenn es dem „Täter“ nicht mehr vorzuwerfen ist. Oder diese Handlungen nicht als straftatwürdig und „schlimm“ empfunden wurden. Scham und peinliche Gefühle spielen natürlich auch eine Rolle für jemanden, der nicht damit an die Öffentlichkeit treten möchte.

Fest steht, man kann nicht vereinfacht von „sexuellem Missbrauch“ reden ohne hier die Hintergründe des Einzelfalls betrachtet zu haben.

Zu den Tätern.
Es sind nicht immer und in erster Linie Gewalt verursachende Menschen (Männer) die hier zu Tätern werden. Die Umstände (z.B. Zölibat bei Priestern) und das gesellschaftliche Umfeld (Internat) spielen hier eine große Rolle. Diese Menschen haben Probleme mit ihren Gefühlen klar zu kommen und /oder ein starkes unerfülltes sexuelles Verlangen das sie nicht regulär ausleben können. Das Verlangen sucht sich Opfer und vergeht sich an ihnen.
Ohne jemanden in Schutz nehmen zu wollen, ist es notwendig diesen „Tätern“ Hilfe anzubieten bevor sie in eine für sie verfängliche und ausweglose Situation kommen, die sie dann zu Straftätern macht.

Hilfe kann hier nur Prävention bedeuten. Zunächst einmal für alle, aber ganz besonders für bestimmte und häufig betroffene Personengruppen. Für Kinder müssen Gesprächsangebote in allen Altersgruppen angeboten werden. Ein gutes Beispiel ist das von Werner Stangl erstellte Arbeitsblatt , aber auch viele andere bestehende Angebote.

 Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/SexuellerMissbrauch.shtml#top

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