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Archive for the ‘Politik’ Category

Das war eine tolle Verweigerungsaktion dieser Partei: Die Linke
Toll, alle Chancen auf eine Kooperation mit den anderen demokratischen Parteien im Deutschen Bundestag  verspielt.

Ich wünsche ihr eine, ihrer Größe angemessene, neue kleine DDR mir erfolgreicher Überwachung ihrer Mitglieder und allen Wohlgesonnenen durch eine neu StaSI.

Wer als Wähler jetzt (noch) nicht verstanden hat, welchen rückwärtsgewandten Ideologien diese Partei immer noch aufsitzt, ignoriert unsere Demokratie.

Alle, aus der von Der Linken bestellten Mitglieder der Bundesversammlung, die ja bekanntermaßen in den ersten beiden Wahlgängen ihrer Kanditatin Luc Jochimsen ihre Stimme gaben, und sie Herrn Gauck (selbst noch im dritten Wahlgang durch Enthaltung) verweigerten, sind weiterhin Befürworter alter, nicht überwundener totalitärer Systeme á la DDR.

Das ist nicht auf die Kanditatin Frau Jochimsen bezogen, sondern alleine auf dieses engstirnig, verbohrte Verhalten einiger Betonköpfe und nicht zuletzt der Parteiführung.

So funktioniert Demokratie schlecht.

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Liveblog zur Präsidentenwahl

viaLiveblog zur Präsidentenwahl: Kanzlerin schwört Schwarz-Gelb auf Wulff ein – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.

Parallel zum Liveblog bei Spiegel Online diskutieren die Spiegel-Leser? (bin ich aber gar nicht) bei Facebook mit.
Soviel gesammelten Schwachsinn habe ich selten in solch kurzer Zeit gelesen.
Z. B.: Seb Schmelzer schaut mal bei http://www.myminiheads.de vorbei, da bekommt Ihr eine Mini Figur von Euch ganz nach Euren individuellen Wünschen!

Für mich ganz klar: die negativen Auswirkungen des Web 2.0 machen sich hier breit.

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So ist ein Beitrag von Josef Haslinger in der Welt vom 13. März 2010 überschrieben. Er berichtet aus eigenen Erfahrungen seiner Kindheit in katholischen Klosterschulen. Der Umgang mit pädophilen Lehrern und die Züchtigung der Schüler war an der Tagesordnung. Die Probleme, damit umzugehen, nicht darüber reden zu können, aber auch die Strategie die sich daraus entwickeln kann, jemanden damit in der Hand zu haben, erpressen zu können.
In den frühen achtiger Jahren hat er eine Erzählung mit dem Titel „Die plötzlichen Geschenke des Himmels“ darüber geschrieben. Die allerdings, wie er erklärt von der selbst erlebten Realität abweicht, lediglich seine Erfahrungen sind darin verarbeitet. Ansonsten ist es reine Fiktion.

Haslingers Beitrag zur jetzigen Zeit kann sehr hilfreich sein. Sein Hauptanliegen ist es neben dem Schutz der Kinder, den Tätern zu helfen, damit es in Zukunft nicht mehr zu solchen Handlungen kommt und möglichst keine Opfer mehr geben muss. Nicht nur das Verurteilen und Strafen bringt weiter, sondern der richtige Umgang mit Pädophilen in Schulen, Internaten und kirchlichen Einrichtung, aber auch Sportvereinen, etc. ist wichtig. Vorbeugend für Abhilfe zu sorgen muss das Ziel sein.

Und hier ein Zitat aus seinem Artikel:

Es liegt mir daran, in einem Moment, in dem alle Welt sich plötzlich über solche Vorgänge entrüstet, als hätten sie keine Tradition, nicht nur über die Verstörung, sondern über alle Gefühle Auskunft zu geben. Gefühle, die man gehabt hat, sollte man im Nachhinein nicht einfach zugunsten einer moralischen Entrüstung abschütteln, als hätte es sie nicht gegeben. Es war nicht nur eine Last, ein solches Geheimnis zu haben, es war auch etwas Besonderes.

Es sollte sich jetzt eine Diskussion anschließen, die weiterführt. Erfahrungen, wie die von Josef Haslinger u.a. müssen bei der Aufbereitung herangezogen werden um Wiederholungen vermeiden zu können und einen fairen Umgang mit den Beteiligten zu ermöglichen.

Da Josef Haslinger in diesem Jahr Stadtschreiber von Mainz  ist, wünsche ich mir auch hier eine Diskussion mit ihm. Im Bistum Mainz gab es in der Vergangenheit ebenfalls Fälle von sexuellen Handlungen an und mit Schülern, also auch hier (Er-)Klärungsbedarf.

Dass der Beitrag, den die Welt abdruckte in deren Redaktion  Diskussionen ausgelöst hat, kann ich verstehen und finde es richtig und gut, dass die Skeptiker eine Veröffentlichung nicht verhindern konnten.

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Was die Schweizer Wählerinnen und Wähler am 29. November 2009 mit ihrem Abstimmungsergebnis von 57,5% für ein Verbot des Baus weiterer Minarette an islamischen Gebetshäusern geleistet haben, ist wirklich der Hammer. Sie haben die Faust in der Tasche geöffnet und einem Druck nachgegeben der nicht dem Ansinnen einer aufgeklärten Gesellschaft entspricht.

Viele Schweizer leben im Ausland. Man stelle sich vor, sie werden an der Ausübung ihres Glaubens gehindert, was vielleicht auch schon vorgekommen sein mag. Wie fühlen sie sich dabei? Diese Frage haben die Allerwenigsten bei der gestrigen Abstimmung  nicht bedacht. Schade!

Unsere Gesellschaft wird tagtäglich mit Informationen überschwemmt, ein reichliches Angebot zur ausgewogenen Meinungsbildung und doch können Populisten mit einfachen PLAKATativen Argumenten und Statements á la BILD und BLICK die Mehrheit für sich einnehmen. Ein trauriges Stück Gegenwart.

Man wünschte sich Bert Brecht herbei, daraus ein Lehrstück zu machen, oder Urs Widmer. Aber wer lernte dann etwas daraus?

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Ständig ist es irgendwo zu vernehmen, dass die großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage wegen Umsatzrückgang klagen und den freien Journalismus des Internet beschuldigen daran eine Mitschuld zu haben. Heute ist im Freitag mit der Überschrift Öffentlichkeit 2.0  ein Dossier von Jakob Augstein zu finden, der auf der einen Seite aufzeigt wie viel zum Beispiel beim Axel Springer Verlag verdient wird und dann anführt welche Erklärungen und Appelle für den Erhalt des status quo der Öffentlichkeit 1.0 verabschiedet wurden. Diese sind nicht in erster Linie für etwas, sondern sprechen sich gegen z.B. Google, ARD und ZDF, etc. aus. Und dann noch das Internet-Manifest der Blogger gegen Alle (ha-ha!).
Die Vorstellung dass zukünftig Journalisten und Blogger zusammenarbeiten müssten ist irgendwie nicht nachvollziehbar. Denn schließlich sind Journalisten schon längst Blogger und umgekehrt. Eben nur nicht immer für die Verlage tätig.

Wenn der Burda Verlag das Fragen-Antwort-Portal Lycos IQ übernimmt -> jetzt COSMIQ, dann fragt man sich, was geht da ab? Als angemeldeter Nutzer merkte ich dies erst nachdem die Zensur zugeschlagen hatte. (Ich durfte eine Frage über mögliche Gründe warum sich eine Schwangerschaft nicht einstellt, nicht beantworten. Die Frage wurde verbannt.) Ich meldete mich prompt ab und bat um eine Kündigungsbestätigung auf die ich noch heute warte.

Der nächste Coup von Burda heisst Xing. Dort wurde der Verlag zu 25% Eigentümer. Ob ich mich auch dort bald abmelde?

Ich weiss nicht, ob das Klagen dieser Verlagshäuser noch lange mit ihrem Geschäftsgebahren des immer größer werden wollens Schritt halten kann. Staatliche Schutzrechte und Bestandsgarantien für deren Produkte sollten für solche Unternehmen ausgeschlossen sein.

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Gestern Abend war ich gegen 22 Uhr mit dem Fahrrad unterwegs. Auf meiner Strecke bemerkte ich etwa fünf oder sechs weitere Radfahrer und diese waren alle ohne eingeschaltete Beleuchtung an ihrem Rad unterwegs.  Da kann man sich nur an den Kopf fassen.
Ein Bundespräsident fordert dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und dabei sind die wenigsten in der Lage dies für sich selbst zu tun. Vergangenen Samstag gab es im Programm von hr2, wie jeden Samstag, die Sendung kontrovers mit dem Thema „Bloß nicht ich – die verantwortungslose Republik“ (diese Sendung kann man auch jetzt noch als Podcast anhören). Dort wurde an vielen Beispielen aufgezeigt wie verantwortungslos wir, oder jedenfalls sehr vielevon uns sich verhalten.

„Nur wer früh lernt, Verantwortung zu übernehmen, wird später ein wichtiges und verlässliches Mitglied unserer demokratischen Gesellschaft sein können.“ So heißt es beispielsweise im Schulprogramm einer reformpädagogisch orientierten Schule. Verantwortung übernehmen: Das heißt, sich selbst Rechenschaft über seine Taten abzulegen, heißt, Selbstbestimmung. Wie kann das Entstehen von verantwortlichem Handeln gefördert werden? Wie entstehen Selbstbilder und Rollenmodelle, die verantwortliches Handeln verhindern?

Das von mir oben genannte Beispiel der Radfahrer lässt sich vieltausendfach auf Autofahrer übertragen:

  • Telefonieren während der Fahrt ohne Freisprechanlage
  • Kein Betätigen des Blinkers beim Abbiegen
  • Wenden auf der Fahrbahn bei zwei durchgezogenen Linien, etc.

Und dies sind Teilaspekte unseres Verhaltens, die Egoismus in den Vordergrund stellen.

Unsere gewählten Politiker und die upper class der Wirtschaftsunternehmen, sie versagen hier gänzlich als beispielgebende Vorbilder. Da werden Entscheidungen über Milliardenbeträge getroffen, z.B. Staatsbeteiligung an Unternehmen, Abwrackprämie, u.s.w., wobei dieses Geld 1. nicht wirklich vorhanden ist und 2. an anderen Stellen wie Bildung, Gesundheitsversorgung sinnvoller einzusetzen wäre.

Und unser Bundespräsident findet das auch noch alles gut und richtig und stellt in Aussicht, dass die Automobilindustrie, die ja bekanntermaßen die besten Autos baut , in Zukunft noch bessere auf den Markt bringen wird und sogar umweltverträglich und klimaneutral. Dieser Industriezweig hat das in der Vergangenheit nicht geschafft und wird es auch in absehbarer Zeit nicht verwirklichen. Da zeigt sich doch mal wieder wie wirtschaftsgesteuert unsere Politik ist.

Mehr als vor seiner eigenen Haustüre zu kehren und sich zur Beruhigung des Gewissens in sozialen und umweltrelevanten Projekten zu engagieren, und vor allem Kinder zu selbständigem und nachhaltigem Denken zu erziehen, bleibt dem Einzelnen nicht. Und diese Bereitschaft sehe ich nicht bei einem großen Teil der Bevölkerung.

Sind wir also zum Verdeppen verdammt?

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Was soll man davon halten? Vertröstet uns der Bundespräsident hier mit Durchhalteparolen, macht er gar indirekt Wahlkampf für die amtierende Bundesregierung? Eine Rede, ein Bekenntnis wie sie immer nach Katastrophen zu vernehmen sind.

via Berliner Rede 2009: „Die Glaubwürdigkeit der Freiheit“ – Politik – FAZ.NET.

Obwohl der Wohlstand in der westlichen Welt, in Europa und auch in Deutschland seit den 70er Jahren beständig zunahm, ist auch die Staatsverschuldung kontinuierlich angestiegen. Man stellte Wechsel auf die Zukunft aus und versprach, sie einzulösen. Das ist bis heute nicht geschehen. Denn wir scheuten uns vor den Anstrengungen, die mit jedem Schuldenabbau verbunden sind. Wir haben die Wechsel an unsere Kinder und Enkel weitergereicht und uns damit beruhigt, das Wirtschaftswachstum werde ihnen die Einlösung dieser Wechsel erleichtern. Jetzt führt uns die Krise vor Augen: Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt.

Hätte man an den entscheidenden Stellen vor Jahrzehnten nur im Ansatz auf die von Jimmy Carter initiierte Studie „Global 2000“ reagiert, wäre uns bisher einiges erspart geblieben und bestünde auch noch ein Funke Hoffnung in Bezug auf ein mittelfristiges Erhalten von Lebensqualität auf diesem Planeten. Für Alle!

Die Industriestaaten tragen als Hauptverursacher des Klimawandels die Verantwortung dafür, dass die Menschen in den Entwicklungsländern am härtesten davon getroffen sind. Der Kampf gegen die Armut und der Kampf gegen den Klimawandel müssen gemeinsam gekämpft werden.

Plötzlich soll die Automobilindustrie die besten und klimaneutralsten Fahrzeuge herstellen können. Warum denn nicht schon vor 20 Jahren? Niemand hat hier Druck ausgeübt und ich bezweifle, dass das jetzt der Fall sein wird. Eine Rede bringt noch keinen Umschwung.

Wir bauen die besten Autos der Welt. Das reicht aber nicht. Wir müssen die besten Autos der Zukunft der Welt bauen. Der Verband der Automobilhersteller sagt, das Null-Emissions-Auto kommt in 15 Jahren. Ich denke, das kann sogar schneller gehen.

Wir, die wir in „wohlhabenden Verhältnissen“ leben, haben uns vielleicht eine blutige Nase geholt. Andere und das können nur die Unterprivilegierten auf diesem Planeten sein, verspüren doch schon teils kein Gesicht mehr, das sie uns zeigen können.

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