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Archive for the ‘Webanwendungen’ Category

Es mehren sich die Hinweise darauf, dass das zumal von seinen Aktivposten gefeierte Web 2.0 in eine Akzeptanz-Krise geraten ist. Grund für den ruchbaren Niedergang des Mitmach-Netzes ist nicht das kulturpessimistische Lamento des „FAZ“-Herausgebers Frank Schirrmacher, der in seinem neuen Buch „Payback“ (Blessing Verlag) das Internet generell zeiht, es mache süchtig, sei der Konzentration abträglich und zermansche das Hirn wie sonst nur harte Drogen. Grund für die miese Sozialprognose, die virtuellen Netzwerken gestellt wird, sind vielmehr Zahlen, die vom Niedergang interaktiver Beteiligung künden.

via Das Prinzip Offenheit läuft sich tot – Nachrichten welt_print – Kultur – WELT ONLINE.

Alles Neue erzeugt zunächst einmal einen Hype, denn möglichst viele möchten daran teilhaben. Wer will schon irgendwo nicht dabeisein wollen? Wenn es jetzt, wie hier in der WELT berichtet, zu rückläufiger Teilnahme kommt, ist das noch kein Indiz für den baldigen Niedergang dieser sozialen Dienste. Unter der Vielzahl der Angebote wird nicht jeder alles als sinnvoll und für seine Zwecke nützlich einschätzen, und so bleiben am Ende nach dem überall mal Reinschnuppern für manchen vielleicht nur noch wenige Anwendungen, für andere vielleicht keine mehr die es sich lohnt weiterzuverfolgen. Diese Entwicklung sollte als „normal“ betrachtet werden, denn die Geschwindigkeit in der immer neue und verbesserte Produkte zu Tage treten, ist dermaßen enorm, dass es nicht zu einem dauerhaften und permanenten Anstieg an Teilnehmern kommen kann. Hier sollte auch der Trägheit, die einem jeden Einzelnen inne wohnt nicht außer Acht gelassen werden.

Keiner sollte sich durch solche Bremsmanöver wie sie in dem vorliegenden Artikel,  oder durch Herrn Schirrmachers Buch befördert werden, in seinem Drang hin zu Neuem und dem Nachkommen seiner kindlichen Neugier zurückhalten lassen. Auch, und das habe ich ja bereits an anderer Stelle versucht deutlich zu machen, wenn am Ende nicht alles was entdeckt wurde, sich als sinnvolle und weiter zu verfolgende Errungenschaft herausstellt.

Nicht umsonst kommen die kritischsten Stimmen aus der Ecke der großen Zeitungsverlage. Und dort ist man ja schon lange kritisch gegenüber einem sich entwickelnden „Parallel-Journalismus“ eingestellt.

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Unter dem Titel „Informationskompetenz in Zeiten des Web 2.0: Chancen und Herausforderungen im Umgang mit Social Software“ ¹ veröffentlichten acht Studenten/innen und Mitarbeiter/innen der Abteilung für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf einen Artikel, der die Notwendigkeit zur Erlangung von Informationskompetenz unter der veränderten Situation von erweiterten Informationsangeboten wie Social Software an Beispielen verdeutlicht.
Web 2.0 wird an praktischen Einsatzmöglichkeiten in der Wissenschaft, in Bibliotheken und im E-Learning vorgestellt, wobei hier überwiegend die zahlreich vorliegende Literatur Erwähnung fand.
Daran schließt sich eine Studie zum Informationsverhalten von über 1000 Studenten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an. Folgende Aussagen der Studie sind mir besonders aufgefallen:

Im Bibliotheksbereich sind allgemeine und fachspezifische Datenbanken
vielfach unbekannt oder werden nur selten/nie genutzt.

Die Bibliothek im Allgemeinen bzw. die klassische Buchausleihe und der elektronische Bibliothekskatalog sind hingegen – anders als die erweiterten Bibliotheksangebote – wesentlicher Bestandteil der Studenten-Recherche.

… dass sich die Altersklassen von 18 bis 24 (welcher über 60 Prozent unserer Befragten angehören), eher auf die passive Nutzung von Web 2.0-Diensten beschränken und es eher die 30- bis 45-Jährigen sind, die sich der Bereitstellung von Inhalten über soziale Dienste widmen.

Bei der Qualitätseinschätzung verfügbarer Informationsangebote
liegt die Bibliothek deutlich vorne. Sie wird, zusammen mit den weniger
stark genutzten Fachdatenbanken, von den meisten Studenten klar als zuverlässigste Informationsquelle genannt.

Ferner lässt sich erkennen, dass, zumindest teilweise, versucht wird dem starken Einsatz des Internets durch Verbote entgegen zu wirken. So wurde fast der Hälfte der befragten Studenten bereits einmal Wikipedia als Recherchemittel untersagt und auch Google oder das Internet allgemein wurde einem Teil bereits für den Einsatz im Studium verboten.

68 Prozent der Studenten sehen zumindest teilweise Probleme in der zunehmenden Internetnutzung zur Informationsbeschaffung.

Diese kurzen, aber doch aussagekräftigen Ergebnisse, die durch zahlreiche Grafiken ergänzt werden, lassen erkennen, dass Bibliotheken recht gut abschneiden können bei der Informationsvermittlung und -versorgung aus der Sichtweise ihrer Benutzer. Was bedeuten sollte, dass Bibliotheken ihren Bekanntheits- und Attrakivitätsgrad unter Einbeziehung neuer Dienste und Dienstleistungen nur steigern können.
Um Kompetenzen vermitteln zu können, muss man sich diese zunächst selbst aneignen.
¹  Der Beitrag wurde in der Zeitschrift Information Wissenschaft und Praxis, Heft 3,     2009 veröffentlicht.

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Nach fünf Monaten ist jetzt leider Schluss. 😦
Das ist sehr schade, doch wir werden´s wohl verkraften müssen.

Eigentlich war (fast) jede Lektion ein Highlight für mich. Besondere Freude hatte ich mit dem Anlegen und dem vertiefenden Umgang mit (m)einem Weblog. Die sinnvolle Anwendung von RSS-Feeds und das weitere Kennenlernen von Online-Anwendungen werden mich weiterhin beschäftigen.

gluckskeks1

Das gemeinsame Arbeiten mit/an einem Wiki war eine Herausforderung, ich hätte mir in diesem Fall etwas Moderation, bzw. ein Feedback der Tutoren gewünscht. Vielleicht ein Anknüpfungspunkt für eine künftige Veranstaltung dieser Art.
Mit Webanwendungen liesse sich ebenfalls gemeinsam arbeiten. Vielleicht auch beim nächsten Mal.

Ich bin dankbar, die vergangenen Monate durch bekannte und neue Anwendungen durch das Web 2.o geleitet worden zu sein. Weiterhin werde ich Augen und Ohren offen halten um möglichst dran zu bleiben.

Obwohl ich jetzt noch keinen Plan habe, was ich in Zukunft an dieser Stelle mitteilen möchte, versuche ich dieses Blog nicht auf Grund laufen zu lassen. Vielleicht werde ich mich hin und wieder zu tagesaktuellen Themen und Problematiken äußern, nur, wer wird es lesen (wollen)?

Herzlichen Dank allen die hier kommentierten und natürlich ganz besonders an Herrn Hauschke und Herrn Stabenau. 😉

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Hier ein Auszug eines Artikels von Michael Jacobs aus der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 03.02.2009 zu einer Ausstellung in der Caricatura Frankfurt/M.

FRANKFURT. Konjunktur- und Komik-Kurven verhalten sich oft antizyklisch. Rast die eine in den Keller, erklimmt die andere unerhörte Höhen der Heiterkeit. Deshalb war es auch ein Geniestreich der Stadt Frankfurt, im vergangenen Oktober das bundesweit erste Museum für Komische Kunst am deutschen Humormarkt zu positionieren. Gerade noch rechtzeitig, ehe einen Monat später die ersten Banken abschmierten. Seitdem habe man wahre Besucherrekorde verzeichnet, sagt Jan Gerchow, der Direktor des Historischen Museums, dem das neue Caricatura Museum im historischen Leinwandhaus am Weckmarkt angegliedert ist.

„Hurra, die Krise ist vorbei“

284 Zeichnungen, verteilt auf das Untergeschoss und die Galerie des Leinwandhauses, umfassen die hochkomischen Greser&Lenz-Kommentare zur jeweiligen Tageslage. Die meisten Zeichnungen sind in den letzten drei Jahren entstanden und klopfen harte Politthemen wie Renten- und Bildungsreform, Finanz- und Wirtschaftskrise, Afghanistan-Einsatz oder Klimakatastrophe so lange weich, bis sich der Normalbürger mit jeder Menge Galgenhumor in deren Bodensatz bettet – oder halt den Kopf zum Ärger der Gattin in die Ofenröhre steckt: „Bist du übergeschnappt, dich mit Erdgas umzubringen? Wie soll ich das bezahlen mit meiner kleinen Witwenrente?“ Darunter steht „Die Energiedebatte hält an“. Besser kann Komplexitäts-Reduktion nicht betrieben werden.

lebenslanges-lernen

Es sei auch noch auf die bei der FAZ untergebrachte Seite mit Karikaturen von Greser & Lenz hingewiesen: http://snipurl.com/bm72q [www_faz_net].

Und somit habe ich die Funktion „DirektBloggen“ angewendet sowie einen ellenlangen URL (http://www.faz.net/s/Rub501F42F1AA064C4CB17DF1C38AC00196/Doc~E02DA2CEE496E4DABBB60DA8CEED3A4CF~ATpl~Ecommon~SMed.html
#0E29D944A64845B08047313AA938F98C
) via „SnipURL“ in ein übersichtliches Format gebracht.

Ich bin begeistert von der wirklich sehr einfachen Anwendung beider Browser-Erweiterungen. Toll, toll, toll!



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