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Posts Tagged ‘Süddeutsche Zeitung’

Heute habe ich in der Weihnachtsausgabe der Süddeutschen Zeitung folgendes Stellenangebot vorgefunden:

Sofort musste ich an Robert Walser und seinen Roman „Jakob von Gunten“ denken. Das Buch ist genau vor 100 Jahren erschienen und schildert in Tageaufzeichnungen die Zeit, die Jakob von Gunten in einer Dienerschule, dem Institut Benjamenta, verbrachte. Robert Walser würde es sehr amüsieren diese Anzeige heute zu lesen.
Streicht man z.B. den Begriff „computerversiert“ so könnte man meinen, die Annonce nach dem erforderlichen Personal sei wirklich etwas zu spät gekommen. Aber scheinbar gibt es noch Bedarf für diese Dienerschaft.

Ich wünsche allen Bewerbern viel Erfolg!

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Heute hat die Sueddeutsche Zeitung Mut bewiesen und mit dem Artikel von Birk Meinhardt „An der Kette“ gezeigt welche Praktiken im Buchhandel, hier am Beispiel des Branchenriesen Thalia, üblich sind.
Das Ganze kann nur zur Folge haben, dass der Kunde sich für den Kauf bei den ortsansässigen Buchhandlungen, die nicht zu einem Konzern wie Thalia oder Weltbild/DBH/Hugendubel gehören, entscheidet.

Vielfalt im Sortiment und nicht ein Riesenangebot  ohne Gesicht  (das oft Qualität vermissen lässt), sollten wieder Einkehr halten. Jeder entscheidet durch sein Kaufverhalten mit und kann so den großen Einheitsbrei verhindern. Allerdings müssen  Angebot und Kundenfreundlichkeit, der dem Kettenbuchhandel die Stirn bieten wollenden noch verbliebenen Restbuchhandel, stimmen. Dort sollte man Überlegungen anstellen, so wie das in dem Beitrag in der SZ am Beispiel der Brüder Wrensch in Braunschweig aufgezeigt wurde. Es gehört mit Sicherheit viel Mut dazu sich gegen die marktbeherrschenden Filialriesen behaupten zu wollen. Doch dieser Mut sollte sich auszahlen und mit etwas Glück kann man den längeren Atem behalten.

Ein zunehmendes Aussterben im Buchhandel können auch Bibliotheken durch ihre Kaufentscheidungen mithelfen zu verhindern. In Folge von Geschäftsübernahmen und -schließungen sind nicht selten Universitätsbibliotheken jetzt Kunde bei Thalia & Co. und tragen so direkt zum weiteren Niedergang noch existierender Buchhandlungen bei. 

Man stelle sich vor: die Großen wachsen nicht grenzenlos und geht die Entwicklung erst einmal rückwärts, kommen ganz schnell Filialschließungen.
Und dann bleibt vielleicht nur noch ein Amazon über. Das wäre doch schade, oder?

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