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Wie der kicker heute meldet, bekam der Trainer der Amateure des FSV Mainz 05 gestern mitgeteilt, dass er,mit sofortiger Wirkung vorzeitig von allen Verpflichtungen seines Amtes enthoben ist.  Und das, nachdem er bereits im Februar erfahren musste, dass sein im Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Zu diesem Zeitpunkt wurde ebenfalls einigen Spielern seiner Mannschaft mitgeteilt, dass dies die letzte Spielzeit bei Mainz 05 für sie ist. In so einer dummen Situation schafft es selbst der beste Psychologe nicht eine Mannschaft ausreichend zu motivieren und als Einheit auf das Spielfeld zu bringen.

Wie sich die neue Situation nun auf die Mannschaft, die vom derzeitigen U-19 Trainer übernommen wird, auswirkt, wird man in den letzten Spielen sehen. Bereits am Donnerstag kommt der Lokalrivale Wormatia Worms (in den letzten Wochen in aufsteigender Form und nur noch drei Punkte hinter den Mainzern) an den Bruchweg.

Soweit ich die Lage einschätzen kann, hat sich Peter Neustädter nichts vorzuwerfen. Er hat tadellose Arbeit abgeliefert, nur leider allzu oft als Einzelkämpfer. Gestörte Kommunikationswege unter den Verantwortlichen, keine Anbindung nach oben zum Profibereich und nach unten zur U19 sowie keine Unterstützung bei der Verpflichtung der von ihm gewünschten Spieler. „In der Luft hängengelassen“ nennt man sowas sprichwörtlich.
Ein Verein, der immer so gut nach außen dastehen will, sollte sich mal über interne Kommunikation und aufeinander aufbauendes Vertrauen nachdenken.

Ich wünsche Peter Neustädter alles Gute. Er wird hoffentlich bald eine neue Aufgabe, die seinem persönlichen Engagement gerecht wird, finden können.

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… aber troztdem Anhänger bleibe.
Das liegt ganz einfach daran, dass ich vom Fußballsport begeistert bin und seit ca. 25 Jahren in Mainz wohne. Die Begeisterung im Stadion kann einen ganz schön einfangen und hält mich schon seit 12 Jahren als Dauergast auf der Südtribüne. Eine tolle sportliche Entwicklung zeichnet den Verein aus. Diese Entwicklung geht weit über das Vorzeigeangebot des Profiteams hinaus.

Dass aber der Verein nach 105 Jahren noch nicht gelernt hat, fair mit seinen Angestellten umzugehen zeigt sich eindeutig im Fall des Amateure-Trainers  (Regionalliga West) Peter Neustädter. Dieser ist seit 1994 im Verein und hat als Spieler immer seine Knochen und den Schädel hingehalten. Er war einer der besten Innenverteidiger der 2. Liga und ist ein sehr umgänglicher und unkomplizierter Mensch. Nur ist er kein „Lautsprecher“ wie andere im Verein, die sich gerne durch blablabla hervortun. Ob ihm das jetzt zum Verhängnis geworden ist. Im Februar 2010 wurde ihm mitgeteilt, dass sein Vertrag nicht mehr verlängert wird und er sich nach einer anderen Arbeisstelle umsehen müsse. Ein Schock, nicht nur für ihn und seine Familie. Er betreut das Amateur-Team bereits im vierten Jahr und ist nach dem Abstieg aus der früheren Regionalliga direkt wieder in die neu struktruierte Regionalliga aufgestiegen. Schade, dass dies die jeweiligen Profitrainern nicht zu interessieren scheint. Es fehlt ganz einfach die Anbindung vom Profibereich zum Unterbau der Amateurmannschaft. Und das obwohl einige gute Spieler, wie z.B. Neven Subotic hier ihre ersten Erfahrungen im deutschen Fußball sammeln konnten.

Dass die Umstrukturierung des Nachwuchsbereichs keinen Platz mehr für einen solch erfahrenen Experten haben soll, ist einfach nicht nachzuvollziehen. Niemand aus der Vorstands- und Management-Ebene hat zu diesem Vorgehen bisher ein offenes Wort mit ihm gewechselt. Lediglich der organisatorisch Verantwortliche des Amateur-Bereichs Manfred Lorenz steht mit ihm persönlich in Kontakt. Und dieser will auch nur seine Haut retten, sonst wäre er offen gegenüber „seinem“ Trainer und hätte sich für ihn eingesetzt. Dass keiner im Verein hier einschreitet um diese Vorgehensweise zu unterbinden und das sonst so „menschliche“ und die „familiäre Atmosphäre“, die den Verein bisher nach außen hin ausgezeichnet hat, ins Spiel zu bringen, ist schade und stimmt mich sehr nachdenklich.

Hinzu kommt, dass in der Allgemeinen Zeitung lediglich ein kurzer Beitrag zur Nichtverlängerung des Vertrags zu lesen war. Außerdem ein sehr guter Leserbrief, der mir aber momentan nicht zugänglich ist. Ignorieren ist auch eine Methode und diese beherrscht die besagte Zeitung ja sehr gut. In einem früheren Eintrag in diesem Weblog habe ich ja bereits auf die Zensurausübung dieses Presseorgans hingewiesen.

Vielleicht zeigt der Verein ja noch Rückgrat und kommt schnellstmöglich mit Peter Neustädter ins Gespräch um ihm doch noch eine Perspektive im Verein anzubieten. Wie heisst es so schön: Fair geht vor.

Herr Heidel, der Manager, macht ja nie Fehler. Er zieht die Spieler an Land, die niemand kennt, bzw. niemanden mehr interessieren und hinter denen angeblich halb Europa herjagt. Die Ergebnisse sind ja oft genug auf dem Platz, der Reservebank oder sonstwo zu finden.

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